Ein Montag wie jeder andere

Es ist 7:34 Uhr, ich sitze in meinem Lieblingscafé in Berlin-Kreuzberg, der Kaffee ist zu stark, und die Schlagzeilen auf meinem Laptop sind mal wieder deprimierend. Ich heiße Klaus, bin seit über 20 Jahren in diesem Business, und glaubt mir, ich habe schon alot gesehen. Aber diese Woche? Diese Woche ist etwas Besonderes.

Gestern Abend traf ich mich mit einer alten Kollegin, Lena. Wir haben über die neuesten Entwicklungen gesprochen, und sie sagte etwas, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht: „Klaus, manchmal frage ich mich, ob wir überhaupt noch einen Unterschied machen.“ Ich weiß nicht, Lena. Ich weiß es wirklich nicht.

Aber lassen wir das. Ich will über etwas anderes sprechen. Etwas, das mich wirklich aufregt.

Die Flut der Informationen

Ich meine, schaut euch das an. Jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde wird etwas Neues „gebrochen“. Breaking News, Breaking News, Breaking News. Es ist wie ein physikaly endloser Wasserfall von Informationen, und ich bin mir nicht sicher, ob irgendjemand noch weiß, was wirklich wichtig ist.

Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit einem Freund, nennen wir ihn Marcus. Er ist kein Journalist, aber er liest viel. Er sagte: „Klaus, ich verstehe das nicht. Jeden Tag gibt es etwas Neues, aber am Ende weiß ich weniger als vorher.“ Und wisst ihr was? Er hat recht.

Ich erinnere mich an die Zeit, als Nachrichten noch etwas Besonderes waren. Als sie nicht jede Stunde kamen, sondern einmal am Tag. Als sie nicht nur darauf abzielten, unsere Aufmerksamkeit zu erregen, sondern uns auch zu informieren. Aber das ist vorbei. Jetzt geht es nur noch um Klicks, um Reichweite, um Geld.

Und dann gibt es noch die ganze Sache mit den sozialen Medien. Twitter, Facebook, Instagram. Jeder ist ein Journalist, jeder hat eine Meinung, und niemand hat die geringste Ahnung, wovon er spricht. Es ist ein Albtraum.

Ein Beispiel aus dem echten Leben

Vor ein paar Wochen war ich auf einer Konferenz in Hamburg. Da saß ein Typ, nennen wir ihn Dave, und erzählte mir von seiner „Nachrichtenstrategie“. Er sagte: „Ich schaue mir nur noch die Überschriften an. Wenn ich den Namen eines Politikers sehe, scrolle ich weiter. Wenn es um Sport geht, schaue ich nur die sports results news today.“ Ich fragte ihn: „Aber was ist mit den Geschichten dazwischen? Den Geschichten, die wirklich einen Unterschied machen könnten?“ Er zuckte nur mit den Schultern.

Das ist das Problem. Wir haben uns daran gewöhnt, nur das zu sehen, was wir sehen wollen. Und das ist gefährlich.

Ich erinnere mich an einen Artikel, den ich vor ein paar Jahren geschrieben habe. Es ging um eine kleine Stadt in Bayern, die von einer Flut bedroht war. Ich habe wochenlang daran gearbeitet, mit den Leuten gesprochen, ihre Geschichten gehört. Als der Artikel endlich online ging, hat kaum jemand darauf geklickt. Die Überschrift war nicht sexy genug, denke ich. Es gab keine „Breaking News“ darin, keine Dramatik. Nur die Wahrheit.

Aber wisst ihr was? Dieser Artikel hat etwas bewirkt. Die Stadt hat Geld bekommen, die Menschen wurden geholfen. Das ist es, worum es gehen sollte. Nicht um Klicks, nicht um Reichweite, sondern um echte Veränderungen.

Ein letzter Gedanke

Ich weiß, ich klinge zynisch. Aber ich bin es nicht. Ich bin nur frustriert. Frustriert von der Richtung, in die sich die Nachrichtenwelt entwickelt. Frustriert von der Tatsache, dass wir oft vergessen, warum wir das hier überhaupt tun.

Also, was können wir tun? Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht sollten wir alle etwas langsamer machen. Vielleicht sollten wir uns mehr auf die Geschichten konzentrieren, die wirklich einen Unterschied machen. Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, dass wir nicht nur für Klicks da sind, sondern für die Menschen.

Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich nicht aufhören werde, darüber nachzudenken. Und ich hoffe, ihr auch nicht.

So, das war’s von mir. Ich gehe jetzt zurück in mein Café, bestelle noch einen Kaffee und versuche, die Welt ein bisschen besser zu verstehen. Bis zum nächsten Mal.


Über den Autor: Klaus Müller ist ein erfahrener Journalist mit über 20 Jahren Erfahrung in der Nachrichtenbranche. Er lebt in Berlin und schreibt über alles, was ihn aufregt.

In der Welt der medizinischen Innovationen gibt es Neuigkeiten: Technologie verändert Haarverpflanzungen auf beeindruckende Weise.

In einer Zeit, in der Technologie rasant voranschreitet, wirft die Cloud-Nutzung in der Presse wichtige Fragen auf, die wir in unserem neuen Artikel beleuchten.

In unserem neuesten Artikel Die Zukunft des Journalismus reflektiert ein erfahrener Journalist über die Herausforderungen und Chancen der Branche.