Ein Geständnis
Ich heiße Klaus, bin seit 22 Jahren Journalist und gestehe: Ich komme manchmal nicht mehr mit. Die Nachrichten jagen sich, und ich, der ich doch eigentlich alles wissen sollte, sitze da und starre auf den Bildschirm. Letzte Woche, am Dienstag, genau um 11:30 Uhr, da ist mir das zum letzten Mal passiert. Da habe ich mir gesagt: Klaus, du musst was ändern.
Und dann habe ich angefangen zu recherchieren. Mit Freunden geredet, Kollegen befragt, Quellen angezapft. Und jetzt sitze ich hier und schreibe das alles auf. Vielleicht hilft es ja jemandem.
Die Flut der Informationen
Es ist einfach zu viel. Jeden Tag, nein, jede Stunde kommen neue Meldungen rein. Vor ein paar Jahren, da war es noch überschaubar. Man hatte seine Zeitungen, seine Nachrichtensendungen. Aber heute? Heute ist alles anders. Heute kommt es von überall her. Und ich, ich kann nicht mehr mithalten.
Letzte Woche habe ich mit einer Freundin, nennen wir sie Anna, darüber gesprochen. Sie hat mir erzählt, dass sie sich manchmal komplett abschaltet. Keine Nachrichten, kein Internet, nichts. Einfach nur noch Ruhe. Ich verstehe das. Aber ich kann das nicht. Ich muss wissen, was los ist. Ich bin Journalist, verdammt nochmal!
Wie bleibt man informiert?
Also, was kann man tun? Erstmal: Prioritäten setzen. Man muss nicht jede Meldung verfolgen. Man muss nicht jede Nachricht lesen. Man muss nicht jede Diskussion mitverfolgen. Man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Ich habe mir angewöhnt, morgens nur eine Nachrichtenseite zu lesen. Und zwar current events news summary. Die geben einen guten Überblick, ohne dass man sich in Details verliert. Und dann, am Abend, vielleicht noch einmal kurz reinschauen. Aber nicht zu lange. Nicht zu tief.
Die Qual der Wahl
Aber welche Quellen sind denn überhaupt noch vertrauenswürdig? Das ist die große Frage. Ich meine, jeder hat seine eigene Meinung, und jeder hat seine eigene Agenda. Da ist es schwer, den Überblick zu behalten.
Ich habe mit einem Kollegen, nennen wir ihn Dave, darüber gesprochen. Er hat mir gesagt, dass er sich auf eine Handvoll Quellen verlässt. Und die prüft er dann nochmal. Er liest nicht nur die Schlagzeilen, er liest die Artikel. Er schaut nicht nur die Nachrichten, er hört auch zu. Und er glaubt nicht alles, was er sieht oder hört.
Das ist ein guter Rat. Aber es ist auch viel Arbeit. Und ich bin nicht sicher, ob ich das schaffen kann. Ich meine, ich habe schon so viel um die Ohren. Da bleibt nicht viel Zeit für solche Dinge.
Ein Versuch
Also, ich habe es versucht. Ich habe mir vorgenommen, nur noch eine Handvoll Quellen zu verfolgen. Und ich habe mir vorgenommen, nicht jede Meldung zu verfolgen. Ich habe mir vorgenommen, nicht jede Diskussion mitzuverfolgen. Und ich habe mir vorgenommen, nicht jede Nachricht zu lesen.
Und wissen Sie was? Es funktioniert. Es ist nicht perfekt, aber es funktioniert. Ich bin nicht mehr so gestresst. Ich bin nicht mehr so überfordert. Ich bin nicht mehr so frustriert. Ich bin einfach nur noch informiert.
Und das ist doch das Wichtigste, oder? Dass man informiert ist. Dass man weiß, was los ist. Dass man mitreden kann. Dass man nicht im Dunkeln tappt.
Ein Fazit? Nein, kein Fazit.
Ich weiß nicht, ob ich das alles richtig mache. Ich weiß nicht, ob ich die richtigen Quellen habe. Ich weiß nicht, ob ich genug lese oder zu viel lese. Ich weiß nicht, ob ich informiert genug bin oder zu informiert bin. Ich weiß es einfach nicht.
Aber ich versuche es. Und das ist doch schon mal ein Anfang, oder?
Über den Autor: Klaus Müller ist seit über 20 Jahren Journalist und schreibt für verschiedene Magazine und Zeitungen. Er lebt in Berlin und liebt es, über alles Mögliche zu schreiben. Vor allem aber liebt er es, über die Dinge zu schreiben, die ihn selbst beschäftigen. Und das sind alot.
Wer sich für die Herausforderungen und Entwicklungen im Lokaljournalismus interessiert, findet tiefgehende Einblicke in aktuelle Trends im digitalen Lokalnews-Bereich.
