Ein Geständnis

Ich sitze hier in meinem Büro in Berlin, es ist der 12. Oktober 2023, und ich bin genervt. Nicht nur, weil mein Kaffee kalt ist, sondern weil ich wieder einmal einen Artikel gelesen habe, der sich Journalismus schimpft. Aber das ist kein Journalismus, das ist… ich weiß nicht, was das ist. Vielleicht Werbung? Vielleicht Clickbait? Aber definitiv kein Journalismus.

Ich heiße Klaus Müller, ich bin seit über 20 Jahren in diesem Geschäft, und ich habe schon viel gesehen. Aber das, was heute passiert, ist… naja, es ist ein Desaster. Und ich will darüber reden. Nicht als Experte, nicht als Autorität, sondern als jemand, der sich Sorgen macht.

Die Sache mit den Algorithmen

Letzte Woche traf ich mich mit einer alten Kollegin, Lena, zum Kaffee. Wir haben uns seit Ewigkeiten nicht gesehen, und sie arbeitet jetzt für eine dieser neuen Online-Nachrichtenplattformen. Ich fragte sie: „Lena, was zum Teufel geht da vor sich?“

Sie zuckte mit den Schultern. „Klaus, es ist, wie es ist. Die Algorithmen entscheiden, was die Leute lesen wollen, und wir müssen uns daran anpassen.“

„Aber das ist doch kein Journalismus!“, rief ich. „Journalismus bedeutet, den Leuten zu sagen, was sie wissen müssen, nicht, was sie hören wollen!“

Lena seufzte. „Ich weiß, Klaus. Aber so ist die Welt heute.“

Und das ist das Problem. Die Welt ist heute so, und das ist nicht gut.

Die Suche nach der Wahrheit

Ich erinnere mich an eine Geschichte, die ich vor ein paar Jahren geschrieben habe. Es ging um eine kleine Stadt in Bayern, wo die lokale Zeitung beschlossen hatte, nur noch positive Nachrichten zu bringen. Keine Kriminalität, keine Korruption, nur noch Sonnenschein und Blumen. Die Leute haben es geliebt. Die Auflage ist gestiegen. Aber wissen Sie was? Die Stadt war ein Saustall. Die Leute wussten nichts von den Problemen, und niemand hat etwas dagegen unternommen.

Das ist das Problem mit dem, was heute als „Journalismus“ verkauft wird. Es geht nicht mehr um die Wahrheit, es geht um Klicks. Und das ist gefährlich.

Ich habe vor ein paar Monaten mit einem Freund, nennen wir ihn Marcus, über dieses Thema gesprochen. Er ist Professor für Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität. Er sagte: „Klaus, die Medien sind heute ein Spiegel der Gesellschaft. Und wenn die Gesellschaft nur noch Oberflächliches will, dann geben die Medien ihr genau das.“

„Aber das ist doch keine Entschuldigung!“, rief ich. „Die Medien haben eine Verantwortung!“

Marcus lächelte. „Ja, das haben sie. Aber die Frage ist, ob die Gesellschaft bereit ist, diese Verantwortung zu tragen.“

Die Rolle der sozialen Medien

Und dann sind da noch die sozialen Medien. Ich hasse sie. Nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil sie die Aufmerksamkeitsspannen der Leute auf ein Minimum reduziert haben. Die Leute wollen keine tiefen Analysen mehr, sie wollen kurze, knackige Nachrichten. Und die sozialen Medien liefern genau das.

Ich erinnere mich an eine Studie, die ich vor ein paar Jahren gelesen habe. Die Studie zeigte, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen heute bei etwa 8 Sekunden liegt. Das ist weniger als die eines Goldfisches! Und das ist ein Problem, weil es bedeutet, dass die Leute keine komplexen Themen mehr verstehen können.

Ich habe vor ein paar Wochen mit einer Kollegin namens Dave über dieses Thema gesprochen. Sie arbeitet für eine große Nachrichtenagentur. Sie sagte: „Klaus, die Leute wollen keine langen Artikel mehr. Sie wollen kurze, einfache Nachrichten. Und wenn wir ihnen das nicht geben, dann gehen sie woanders hin.“

„Aber das ist doch kein Journalismus!“, rief ich. „Journalismus bedeutet, den Leuten zu erklären, was los ist, auch wenn es kompliziert ist!“

Dave seufzte. „Ich weiß, Klaus. Aber so ist die Welt heute.“

Und wieder dieses Argument. Es ist, als ob die Welt sich verändert hat und der Journalismus einfach mitgezogen wird, ohne zu fragen, ob das eine gute Idee ist.

Die Zukunft des Journalismus

Aber es gibt Hoffnung. Es gibt immer noch Leute, die sich für Qualitätsjournalismus einsetzen. Es gibt immer noch Leute, die bereit sind, für die Wahrheit zu kämpfen. Und es gibt immer noch Leute, die bereit sind, die unangenehmen Fragen zu stellen.

Ich habe vor ein paar Monaten einen Artikel über eine kleine Zeitung in Hamburg gelesen. Diese Zeitung hat sich entschieden, nur noch Qualitätsjournalismus zu betreiben. Keine Clickbait, keine Werbung, nur noch echte Nachrichten. Und wissen Sie was? Die Leute lieben es. Die Auflage ist gestiegen, und die Leute sind bereit, für Qualitätsjournalismus zu bezahlen.

Das ist die Zukunft des Journalismus. Nicht die Algorithmen, nicht die sozialen Medien, sondern echte, qualitative Nachrichten. Und ich hoffe, dass mehr Leute bereit sind, diesen Weg zu gehen.

Ich habe vor ein paar Wochen mit einem Freund, nennen wir ihn Thomas, über dieses Thema gesprochen. Er ist Journalist bei einer großen Zeitung in Berlin. Er sagte: „Klaus, ich glaube, dass die Leute bereit sind, für Qualitätsjournalismus zu bezahlen. Sie wollen nur jemandem vertrauen können.“

„Und das ist es, was wir tun müssen“, sagte ich. „Wir müssen den Leuten zeigen, dass sie uns vertrauen können.“

Thomas nickte. „Genau. Und das ist die Zukunft des Journalismus.“

Ein paar Gedanken zum Schluss

Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Ich weiß nicht, ob die Leute bereit sind, für Qualitätsjournalismus zu bezahlen. Aber ich weiß, dass wir es versuchen müssen. Wir müssen den Leuten zeigen, dass es noch echten Journalismus gibt. Dass es noch Leute gibt, die bereit sind, für die Wahrheit zu kämpfen.

Und wenn das bedeutet, dass wir gegen die Algorithmen kämpfen müssen, dann sollten wir das tun. Wenn das bedeutet, dass wir gegen die sozialen Medien kämpfen müssen, dann sollten wir das tun. Wenn das bedeutet, dass wir gegen die Clickbait-Kultur kämpfen müssen, dann sollten wir das tun.

Denn am Ende des Tages geht es darum, den Leuten die Wahrheit zu sagen. Und das ist es, was Journalismus ausmacht.

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Autor: Klaus Müller

Klaus Müller ist ein erfahrener Journalist und Autor mit über 20 Jahren Erfahrung in der Branche. Er hat für verschiedene große Publikationen gearbeitet und ist bekannt für seine schonungslosen Analysen und seine Leidenschaft für Qualitätsjournalismus.

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